Dicht an die Gerberstraße wird die Markthalle als ein langgestreckter Riegel mit zwei höheren Gebäudetürmen an den Enden formuliert. Diese erklären sich in ihrer Höhe sinnig aus der riegelartigen Verlängerung der Häuserreihen in der Lohtorstrasse und integrieren zur Rosengasse die Tiefgarageneinfahrt. Mit dem auf dem Grundstück verbleibenden Einzelhaus fügt sich die Markthalle sehr harmonisch einer winkelartigen Großform. Dadurch entsteht im Inneren der Figur eine ruhige Fläche als Erweiterung für Markthalle und Kätchenhof. Das stadträumliche Ensemble bildet vollkommen klar die Nutzungen und das weitgespannte Dach der stützenfreien Markthalle ab. Gleichzeitig wirkt die Figur mit der mittigen Fläche als großräumlich einladende Geste für die Fussgänger aus Marktplatz, Käthchenhofpassage und Rathausgasse. Der langgestreckte Riegel der Markthalle mit seinen beiden "Türmen" an den Enden wird für eine sehr logische innere Struktur mit einem längs dazwischen, weitspannenden Markthallendach genutzt. Diese zunächst ungewöhnlich erscheinende Konstruktionsrichtung mit unterspannten Fischbauträgern betont formal die Länge der Halle und erweitert den hohen Raum mit seinen filigranen, transparenten Glasfassaden um die Aussenräume. Die fast "schweizerische" Kompromisslosigkeit des städtebaulichen Konzeptes und der gefundene, klare Baukörper mit den sehr eigenen Fassaden findet logische Entsprechung in dem klug gewähltem Konstruktionsprinzip. Die dabei entstandene Markthalle artikuliert sich nur noch als leichte Konstruktion zwischen den massiven Türmen über dem grossen, qualitätsvollen Innenhof, der vielfältige Nutzungen von der Ausdehnung des Marktes bis zum Weinfest vorstellbar werden lässt.
Der kompromisslose, radikale Entwurf erreicht höchste Qualitäten, dabei auch poetische Kraft mit fast mediterraner Ausstrahlung.